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11.11.2013 | Mittelstand: Kredite auch ohne Sicherheiten?

Die Bürgschaftsbanken machen es möglich!

„Finanzierungsvorhaben des Mittelstandes müssen nicht scheitern, nur weil das Unternehmen zu wenige bankübliche Sicherheiten vorweisen kann. Genau dann treten die Bürgschaftsbanken als zusätzlicher Sicherungsgeber gegenüber Banken und Sparkassen ein." Mit diesem Satz beschreibt Lothar Galonska, Geschäftsführer der Bürgschaftsbank Nordrhein-Westfalen GmbH, die Aufgabe seines Unternehmens. Eine Bürgschaftsbank gibt es als Förderinstitut in jedem Bundesland.

Galonska war Gast beim Verband „Die KMU-Berater – Bundesverband freier Berater e.V." Die KMU-Berater sind auf die Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) spezialisiert. Anlässlich der Herbstfachtagung 2013 des Verbandes hatten vier Fachgruppen Galonska eingeladen. Diskutiert wurde über die Finanzierung im Mittelstand in den unternehmerischen Lebensphasen Gründung, Unternehmensnachfolge, Wachstum und Bestandssicherung sowie Krise und Sanierung. Im Mittelpunkt stand der Einsatz der Instrumente der Bürgschaftsbanken.

Speziell bei Existenzgründern mangelt es häufig an banküblichen Sicherheiten, daher sind die Bürgschaftsbanken hier besonders stark engagiert. Die Bürgschaftsbanken sichern Darlehen zur Finanzierung von Investitionen bis zu 80
Prozent der Darlehenssumme ab. Damit reduziert sich das Risiko der kreditgebenden Bank erheblich. Das erleichtert die Kreditentscheidung und führt zu besseren Zinssätzen für die Unternehmen, erläutert Galonska. In der Nachfolgesituation hat die Finanzierung über Beteiligungskapital oft eine große Bedeutung, betont Dr. Angelika Kolb-Telieps, Leiterin der Fachgruppe Unternehmensnachfolge im KMU-Beraterverband. Alle Bürgschaftsbanken bieten über Schwestergesellschaften, die "Mittelständische Beteiligungsgesellschaft (MBG)", solche Kapitalbeteiligungen an. Dabei steht nicht die Renditeerwartung im Mittelpunkt, so Galonska. Deshalb sind diese Beteiligungen in der Regel günstiger als die anderer Kapitalbeteiligungsgesellschaften.

Viele Unternehmen haben besonders in Wachstumsphasen mit ihren Banken eine für ihr Geschäftsvolumen zu geringe Kontokorrent-Kreditlinie vereinbart, schildert Carl-Dietrich Sander, Leiter der Fachgruppe Finanzierung-Rating, die Beratungserfahrungen. Auch hier bieten die Bürgschaftsbanken einen Lösungsansatz: Sie verbürgen Kontokorrentkredite in Höhe von 60 Prozent der vereinbarten Linien. Das ist aus Sicht der KMU-Berater eine viel zu selten genutzte Möglichkeit, ausreichende Kreditlinien abzusichern.
Rechtzeitig erkennen, wenn es eng wird, damit es gar nicht erst zur Sanierung eines Unternehmens kommen muss. Auf diese Formel bringt Olaf Marticke, Leiter der Fachgruppe Sanierung, die Vorgehensweise der KMU-Berater.


Bürgschaftsbanken unterstützen Unternehmen auch bei einer sich abzeichnenden Engpass-Situation, wenn der klare Umsetzungswille zur Verbesserung der Situation erkennbar ist. „Reine Sanierungsfälle können wir allerdings nicht begleiten – schließlich verwalten wir auch öffentliche Gelder" so Galonska. Den Antrag auf eine Bürgschaft stellen Unternehmen bei ihrer Hausbank. Galonska forderte die Unternehmer und die KMU-Berater allerdings auf, Finanzierungsprojekte vorab mit den Bürgschaftsbanken zu besprechen. Das beschleunige oft die Gespräche mit der Hausbank. „Unser Beschlussgremium tagt wöchentlich, bei vollständigen Unterlagen sind wir zügig in der Entscheidung". Damit appellierte Galonska an eine gute Vorbereitung seitens der Unternehmen.
Für kleinere Beträge bis 100.000 Euro können Bürgschaften auch direkt bei der Bürgschaftsbank beantragt werden. Ein interessanter Weg, so die KMU-Berater.

Weitere Informationen:Die KMU-Berater - Bundesverband freier Berater e. V. Verband Deutscher Bürgschaftsbanken e.V. – www.vdb-info.de


23.09.2013 | KMU-Beraterverband: Fachgruppe Bauwirtschaft

Fünf Kollegen haben im September 2013 die Fachgruppe Bauwirtschaft im KMU-Beraterverband ins Leben gerufen. Alle teilnehmenden Berater sind aktiv im Bauhandwerk und der Bauindustrie als Berater engagiert.

Sie haben damit ein Forum geschaffen, wo sie Erfahrungsaustausch betreiben wollen und gemeinsame Weiterbildungsziele verfolgen. Die Fachgruppe wählte Werner Broeckmann zum Fachgruppenleiter und Dirk Düing zu seinem Stellvertreter.


11.01.2013 | TGB-Gartenbautechnik aus Kevelaer setzt auf BWL-Optimierung vom BGC

BGC Unternehmensberatung mit der TGB GmbH Gartenbautechnik aus Kevelaer

Nahmen die fertiggestellte Düngerdosieranlage in Augenschein (v.l.n.r.):
Lucas Nystad (TGB), Berater Werner Broeckmann, Arnd Ingenwepelt (TGB) und
Kevelaers Wirtschaftsförderin Ruth Keuken.

Noch ist sehr viel Platz im großen Gewächshaus des Gartenbaubetriebs von Klemens Keysers. Nach der Betriebserweiterung wurde hier im Kevelaerer Süden in den vergangenen Wochen insbesondere die computergesteuerte Düngerdosieranlage modernisiert. „Seit zehn Jahren sind wir mit unseren Produkten und Dienstleistungen rund um die Gartenbautechnik in ganz Deutschland, Benelux und Frankreich unterwegs. Da ist es schön, auch einmal sozusagen ‚in der Nachbarschaft‘ zu arbeiten“, so die TBG-Geschäftsführer Arnd Ingenwepelt und Lucas Nystad im Gespräch mit Kevelaers Wirtschaftsförderin Ruth Keuken. Seit 25 Jahren liefern sie ihren Kunden neben eigenen Produkten auch ein kompetentes Beratungsangebot. Häufig nutzen mittelständische, familiengeführte Gartenbaubetriebe wie der von Klemens Keysers das Spezialwissen des zwölfköpfigen Teams rund um die Themen Bewässerung, Klimatisierung, Düngung und Desinfektion im Gartenbau. „Und für unsere eigene betriebswirtschaftliche Optimierung haben wir uns vor knapp anderthalb Jahren selbst kompetente Beratung ins Haus geholt“, so Arnd Ingenwepelt mit Blick auf Diplom-Kaufmann Werner Broeckmann.

Ein Profi für die Profis

Der gelernte Bankkaufmann Werner Broeckmann aus Kevelaer ist seit 2004 als selbstständiger Unternehmensberater mit dem Schwerpunkt „Bauwesen“ am Markt tätig und wurde mit seiner Unternehmensberatung BGC unlängst QM-zertifiziert. „Der Kontakt wurde seinerzeit über den Steuerberater hergestellt“, so der 49-jährige Broeckmann zu den Anfängen der Zusammenarbeit, die mit einer geförderten Potenzialberatung begann. „Arnd Ingenwepelt ist für mich sozusagen ein optimaler Kunde: er fragt viel und setzt beschlossene Neuerungen konsequent um“, umschreibt Broeckmann die gemeinsame Arbeitsweise. „Wir bei TGB sind gelernte Elektriker und Heizungsinstallateure. In diesen Bereichen sind wir die Profis. Und für die betriebswirtschaftliche Steuerung unserer TGB haben wir uns einen Profi ins Boot geholt. Für uns eine optimale Arbeitsteilung“, ergänzt Lucas Nystad.


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